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Fallbeispiel aus meiner Praxis bei Epilepsie

Tiere können auch an Epilepsie leiden.
Es ist für die Tierhalter eine erschreckende Erfahrung und viele fühlen sich erstmal hilflos.

Was ist Epilepsie und wie äußert sich diese Krankheit?

Epilepsie ist das Auftreten von unterschiedlich ausgeprägten Krampfanfällen, die sich in wiederkehrenden Muskelzuckungen oder einer Muskelstarre äußern.
Diese treten ganz unerwartet auf, das Tier fällt plötzlich um und beginnt zu krampfen. Während dieser Phase können Laufbewegungen auftreten, der Abgang von Harn, und Kot, starker Speichelfluss oder das zeitweise Aussetzen der Atmung.

Wie kann eine systemische Tieraufstellung helfen?

Die Tieraufstellung ermöglicht es, die Ursache einer Krankheit oder Verhaltensauffälligkeit aufzudecken. Dadurch entstehen neue Erkenntnisse, Einblicke, Sichtweisen und die nötige Klarheit, um konkrete Veränderungen in die Wege zu leiten.

Unsere Tiere sind fest in unsere Familie eingebunden und wir lieben sie als integriertes Familienmitglied. Sie teilen mit uns die Freude und auch bedrückende Situationen.
In der Verbundenheit zu uns, erfassen sie unsere Schwingung bzw. unsere Ausstrahlung und reagieren darauf.

Leidet ein Tier an Epilepsie, übernimmt es häufig die extremen Spannungen, die bei seiner Familie „in der Luft“ liegen. Können diese Spannungen über einen längeren Zeitraum nicht abgebaut werden, übernimmt unser Tier diese Aufgabe, um uns darauf hinzuweisen, was wir zu verändern haben: „Schaut hin, da stimmt was nicht, kümmert euch darum“!
Es hält uns sozusagen einen Spiegel vor die Nase! Es beginnt zu krampfen!!

Doch können wir unser Tier in seiner Sprache verstehen?
Meistens nicht! Wir sind erschrocken und ratlos.

Vor einem dreiviertel Jahr stellte ich die wiederkehrenden Krampfanfälle von der Hündin „Trixi“ auf.
Während die Tierhalter ihre herausfordernde Situation schilderten, war bereits eine auffallende Anspannung, innere Unruhe und unterdrückte Emotionen, also angestaute und unausgesprochene Worte, zwischen dem Paar zu spüren. Ihre Mimik signalisierte gegenseitiges Unverständnis. Sie versuchten ihre privaten Probleme in diesem Gespräch zu unterbinden, da dieses Thema ja erstmal nichts mit Trixi zu tun hatte.

Während der Aufstellung zeigte sich, dass die Partnerschaft absolut „unter Strom“ stand. Die Beziehung wurde nachhaltig durch chronischen Arbeitsstress des Mannes beeinträchtigt. Dadurch litt ihre Kommunikation, ihr Austausch fand in einem aggressiven Unterton und unter ständiger Anspannung statt. Unzufriedenheit und eine unterschwellige Aggression manifestierte sich.

Das Paar verstand nach der Aufstellung den Hinweis ihres Hundes und veränderte die Situation. Durch ihre Offenheit und Einsatzbereitschaft gelang es ihnen, mit meiner Unterstützung, einen konstruktiven Umgang mit ihren Belastungen sich schrittweise anzueignen.
Nach 2 Monaten war Trixi beschwerdefrei und weitere Anfälle blieben aus. Seitdem sind 8 Monate vergangen.

Unsere Tiere sind nicht nur unsere treuen Begleiter, sondern auch unsere Helfer in verschiedenen Lebenssituationen.

In den Tieraufstellungen zeigt es sich wiederholt, dass die Tiere unsere Anspannungen und Probleme übernehmen können und uns diese in Form von Krankheiten spiegeln.

Die Ursache von Krankheiten muss nicht immer mit der Familie in Zusammenhang stehen. Sie ist auch in der Vergangenheit der Tiere zu finden.